3 Wochen ohne Handy

Eine Reportage von Sebastian Seidl, 4c

Es ist Mittwoch, 4. März 2026 und an der Bushaltestelle spielt sich ein ungewöhnliches Ereignis ab: Ein Jugendlicher sitzt ein Buch lesend an der Bushaltestelle und ein 15-jähriges Mädchen telefoniert über ein Tastenhandy. Eine 15-jährige mit einem Tastenhandy!

Vom 4. März bis zum 24. März 2026 nahmen österreichweit über 70 000 Jugendliche am Handyexperiment teil. Dabei verzichten Schülerinnen und Schüler komplett oder teilwiese auf ihr Smartphone.

„Als meine Mutter die Dokumentation im ORF gesehen hatte, meldete sie mich sofort bei dem Experiment an. Am Anfang wehrte ich mich dagegen, doch jetzt während des Experiments bemerke ich, dass mir ein bisschen Auszeit vom Handy auch guttut“, berichtet Allmer Dominik, 4c.

Trotz anfänglicher Entzugserscheinungen und großer Nervosität äußerten sich viele Jugendliche nach und während des Experiments überraschend positiv über die spürbaren Veränderungen in ihrem Alltag wie zum Beispiel stärkeren Zusammenhalt unter den Jugendlichen, wiederentdeckte Hobbys und verändertes Zeitgefühl.

„Währen des Experiments hatte ich viel mehr Zeit für Sport, Freunde und Familie. Außerdem haben sich meine Schulischen Leistungen verbessert“, berichtet Valentin Lechner, 13.

Vor, während und nach dem Handyexperiment mussten von den Teilnehmer*innen Fragebögen zu ihrem Wohlbefinden ausgefüllt werden. Diese wurden später von Wissenschaftlern des Anton Proksch Instituts und der Sigmund Freud PrivatUniversität in Wien ausgewertet. Die Ergebnisse wurden am 27. Mai 2026 präsentiert und zeigen erstaunliche Effekte auf Gesundheit und Psyche:

  • Das psychische Wohlbefinden der Teilnehmer stieg um bis zu 30% an.
  • Depressive Symptome reduzierten sich um fast ein Drittel.
  • Ein- und Durchschlafstörungen verringerten sich um mehr als 20%, da der Verzicht auf Blaulicht den Melatonienhaushalt reguliert.
  • Das allgemeine Stressempfinden sank nachweislich, da die ständige Reizüberflutung und die Angst etwas zu verpassen wegfielen.

Es ist 22 Uhr und oben in der Küche liegt Benedikts Handy. Früher hätte das kalte Licht des Bildschirms sein Gesicht erhellt, während er stundenlang durch Social-Media-Feeds scrollt. Heute Nacht bleibt es dunkel im Zimmer. Während draußen die digitale Welt weiterhastet, hat er durch das Experiment gelernt, einfach mal abzuschalten.

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