Akustikprojekt der Klassen 2C und 2E

Verbesserung der Raumakustik in unserer Schulbibliothek

Raumakustik ist für viele Menschen ein bekannter Begriff. Schallschutzelemente gibt es in den verschiedensten Formen wie etwa Würfel, Dreiecke aus Akustikschaumstoff oder Holzpaneelen. Was oft wie ein installiertes Kunstwerk wirkt, verfolgt einen ganz bestimmten Zweck: Die sogenannten Schallabsorber bewirken eine Verkürzung der Nachhallzeit im Raum. Die Schallwellen werden nicht mehr in den Raum zurückgeworfen, sondern dringen in den Schaumstoff ein und werden in Wärme umgewandelt. Der Raum wird somit akustisch beruhigt und Lärm und Hall werden gedämpft.

Eine angenehme Raumakustik spielt besonders in der Schule eine wichtige Rolle: Besonders in einer Schulbibliothek ist es notwendig eine geräuscharme, produktive Atmosphäre zu schaffen, in der die Schülerinnen und Schüler konzentriert lesen oder lernen können. Eine Thematik die auch unsere Schulbibliothek betraf: Bedingt durch die hohe Raumkonstellation der Schulbibliothek und die offene Galerie waren Geräusche und Gespräche immer in allen Bereichen unserer Bibliothek zu hören.

Unsere Schülerinnen und Schüler der Klassen 2E und 2C haben sich an einem gemeinsamen Projekttag diesem Problem angenommen und eigene Schallabsorber für die Schulbibliothek gebaut. Zuvor erfuhren sie im Physikunterricht die Grundlagen über Schall und Schallausbreitung. Damit die Schülerinnen und Schüler die Bedingungen für die Schallausbreitung in der Bibliothek genau kennenlernen konnten, fand zudem ein Workshop mit einem echten Fachmann, dem Akustiker Herrn Georges Reckinger in der Bibliothek statt. Hier lernten sie mehr darüber, wie Schall absorbiert werden kann und welche Möglichkeiten der Schallabsorption für die Bibliothek bestehen.

Im Rahmen der Unterrichtsfächer Technisches Werken und Textiles Gestalten fand im Mai 2017 der Projekttag statt. Während die beiden Werkgruppen der 2E und 2C unter der Leitung von Adelheid Haslauer und Victoria Hamberger aus Holzleisten Rahmen bauten, die später mit Akustikschaumstoff gefüllt und mit speziellem Stoff bespannt wurden, wurde in der Textilwerkstatt unter der Leitung von Christina Breitfuß fleißig auf großen Paneelen mit der Nadel gefilzt. Die Entwürfe zu diesen Bildern wurden zuvor im BE Unterricht angefertigt. Die fertigen Akustikbilder und Paneelen wurden an genau berechneten Stellen im unteren Teil der Bibliothek und an einer Seilkonstruktion im oberen Bereich angebracht.

Wie die Schülerinnen und Schüler gleich bemerkten, zeigen die türkisen, blauen und grauen Akustikbilder auch gleich ihre Wirkung: Der Raum ist akustisch beruhigter, leise Gespräche aus dem oberen Bereich sind im unteren Teil nicht mehr so deutlich zu hören und Geräusche werden von den Absorbern aufgefangen. Und ganz nebenbei ist die Bibliothek um ein paar Farben reicher geworden…

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Georges Reckinger für die fachmännische Unterstützung bei diesem Projekt. Weiters bei allen mitwirkenden Kollegen und Kolleginnen sowie bei der Schulleitung. Einen ganz besonderen Dank an alle Schülerinnen und Schüler der 2C und 2E Klasse für euren tollen Einsatz!

 

 

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